Wüste

Wir verlassen die

Stadt, um die Wüste zu sehn.

‚Part-Time-Nomaden‘.

 

Mein Magen hält mehr

aus als gedacht. Der Jeep ’shaked‘

uns wie Cocktails durch.

 

Blaue Männer stehn

zum Gruß bereit. Familien-

anschluß garantiert.

 

Roter Nebel zieht

am Zelt vorbei. Sandstürmchen

schleicht mächtig heran.

 

Im Traum tanzt Fennek,

tanzt Springmaus ums Zelt. Morgens

die Spuren im Sand.

 

Das Farbenspiel der

Wüste spiegelt sich im Fell

der Dromedare.

 

Hin, her, auf und ab.

Mein stinkendes furzendes

Mehari weiß wie.

 

Die Stille streichelt

die Wüste wie ein Traum

am Saum von Tag und Nacht.

 

Tiefer Schlaf hält mich.

Zwischen Dünen und Mond stampft

das Nachtgetier Spur.

(Marokko/ Sahara, den 19.07.2003)

Mehari = Wort der Touareg für ihre Dromedare